Interview: Der Umgang mit Daten im Online-Marketing

Automatisierte Online-Marketing Tools benötigen Daten, um arbeiten zu können. Die „German Angst“ könnte hierzulande ein Problem darstellen. Mautic Pro legt den Fokus auf Transparenz. Die Nutzer können sehen, welche Daten benötigt werden, da sie diese selbst frei angeben. Wir haben mit vier angehenden Mitarbeitern im Bereich Public Relations gesprochen und sie zur Sensibilität der Dateneingabe befragt.

 

Was halten Sie davon, beruflich personenbezogene Daten freiwillig per Online-Formular einzugeben, wenn Sie dafür einen Mehrwert in Form einer Produktlösung erhalten? (Daten wie z.B. Position, Beruf, E-Mail)

Leistner: Generell finde ich es ok. Ich bin nicht total davon begeistert, aber wenn es im beruflichen Rahmen ist, würde ich meine Daten angeben.

Höllriegl: Das kommt darauf an, wie intim nachgefragt wird. Wenn es nur um die eigene Tätigkeitsbezeichnung, Firma und eventuell genutzte Maschinen etc. geht, fände ich das in Ordnung. Meine Mailadresse würde ich vielleicht nicht ganz so leichtfertig weitergeben.

Knauer: Es ist abhängig von dem Mehrwert, den ich daraus ziehen kann. Jedoch halte ich es für fragwürdig, meine Daten an Dritte auszuhändigen.

Müller: Grundsätzlich gut, solange das Verfahren transparent ist und deutlich angegeben ist, was mit den Daten gemacht wird.

 

Wie wichtig ist Ihnen Transparenz und eine offene Kommunikation zur Verwendung Ihrer Daten?

Leistner: Das ist mir sehr wichtig. Wenn ich nicht weiß, was mit meinen Daten passiert, gebe ich sie auch nicht an. Am besten wäre es, wenn man, um das herauszufinden, nicht einen langen Text lesen müsste, sondern kurz und knapp alles erklärt wäre.

Höllriegl: Transparenz finde ich ein Muss. Ich gebe grundsätzlich keine Daten heraus, wenn ich nicht weiß, was damit gemacht wird. Da muss man sich auch mal hinsetzen und die AGBs oder die Nutzungsbedingungen durchlesen.

Knauer: Es ist mir sehr wichtig zu wissen, für wen und wofür ich meine Daten herausgebe. Die unrechtmäßige Nutzung meiner Angaben ist nicht ausgeschlossen, weshalb die Vertrauensbasis sehr hoch sein sollte.

Müller: Sehr wichtig, da Datenschutz ein wichtiges Thema ist und man als Nutzer wissen möchte, was mit seinen Daten passiert.

 

Inwieweit halten Sie solche Marketing-Tools für zukunftsfähig?

Leistner: Zukunftsfähig ist das auf jeden Fall, denn immer weniger Menschen wollen für Informationen Geld zahlen und dadurch hat ja auch die Firma einen Mehrwert. Allerdings glaube ich, dass in Zukunft immer mehr Menschen der ständigen Datenangabe kritisch gegenüberstehen und deswegen vielleicht weniger Menschen ihre Daten angeben möchten.

Höllriegl: Personalisierung kann ein Segen oder ein Fluch sein, je nachdem, wie das Ganze durchgeführt wird. Der Trend geht definitiv dorthin, weil es auch den Marketingleuten die Arbeit erleichtert. Die Gefahr ist aber immer da, eine Fehleinschätzung zu treffen und sich Kunden zu vergraulen. Manchmal nervt es halt auch.

Knauer: Da die Vernetzung stetig zunimmt, stelle ich die Zukunftsfähigkeit dieser Tools nicht infrage, auch wenn ich ihnen mit Skepsis entgegentrete.

Müller: Es könnte einige Abteilungen entlasten und zusätzlich neue Kunden generieren. Als Ergänzung zu eigentlichen Marketing-Kampagnen wird das in Zukunft an Relevanz bekommen.

 

Welche Daten würden Sie freiwillig angeben?

Leistner: Daten wie Name, Beruf, Position, E-Mail würde ich angeben.

Höllriegl: Ich würde nur berufliches angeben, auf keinen Fall persönliche Dinge wie Name, Adresse oder Telefonnummern. Was meine Firma macht, kann der andere ruhig wissen, aber nichts darüber hinaus. Es geht keinen was an, was ich in meiner Freizeit mache oder was mein Lieblingsessen ist.

Knauer: Meinen Beruf bzw. meine Position wäre ich bereit preiszugeben. Mit sehr viel Bedacht eventuell auch meine E-Mail-Adresse.

Müller: Ich würde Name, Alter, Beruf, Firma und Fachgebiet angeben. Privates eher weniger.

 

Haben Sie selbst für solche Zwecke schon Ihre Daten angegeben?

Leistner: Für berufliche Zwecke noch nicht. Nur für private Zwecke, um mir eine Studie herunterzuladen.

Höllriegl: Nein, ich bin eher skeptisch gegenüber solchen Methoden. Ich möchte mich lieber selbst informieren anstatt auf Angebote zu warten.

Knauer: Noch habe ich keinen Umgang mit solchen Tools gepflegt.

Müller: Bisher noch nicht.

 

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Geschrieben von Leonie Leistner und Matthias Müller.

 

2018-01-12T12:04:58+00:00 Januar 12th, 2018|0 Comments